16. Dezember 2014


Nun ist sie vollends da, die adventliche Dunkelheit. Und in sie hinein strahlt die kindliche Vorfreude auf das Fest. Und wir wollen verschwinden in einer Wolke aus Bratapfelduft und Kipferl-Geschmack aus Kerzenschimmer und Glitzerstaub.
                                      Zwischenzeit.                  Ruhe.                  Gemeinsamkeit.
Euch auch eine feine Weile und bis bald in einem neuen Jahr!
Herzlichst, Lena

Maria und Joseph aus Wollfilz, Eselein gestrickt.
Englelein und Kind werden von 'Ballos' (so nennt sie das Tigermädchen) dargestellt,
die normalerweise als einfache Figuren im Puppenhaus dienen.

Die Krippe ist bei uns ausdrücklich zum Anfassen und Weiterspielen.
Weitere 'Ballos' werden als Hirten, Könige und Sternenengel 'verkleidet'.
Die Szene verändert, erweitert und bewegt sich.

Krippenfiguren Waldorf
Krippe WaldorfThe darkness of Advent has arrived. Lightened by anticipation, excitement and festivity. And we will disappear into a cloud of baked apples and Christmas biscuits; candle light and fairy dust.

                      Resting.                  Feeling the quietness.                  Being together.

Have a joyful time and see you soon in a new year!

PS: Our nativity Scene is made from wool felt and knitted animals. The 'Ballos' (called such by the tiger girl) play different roles like angels, kings, sheppards. It all is meant to be touched, moved and played with. We are constantly expanding, altering and adding.


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9. Dezember 2014

Waldorfpuppe Henni / Waldorf Doll Henni

Von Henni habe ich bereits ein wenig erzählt. Sie gab mir viele Rätsel auf und hat mich lange beschäftigt. Henni erzählt gerne Geschichten. Sie hat ein kleines, goldenes Buch, indem sie 'Schätze' sammelt. Sie zeigt es nicht, aber ich konnte einen Blick erhaschen. Es sind Bilder darin, von Vögeln und Sternen, vom Regenbogen und Schnee. Sie sammelt auch Blätter und Glitzerschnipsel und Federn und bewahrt sie zwischen den Seiten auf.



Hin und wieder verwandelt sie sich in 'Esme'. Dann ist sie eine Wald-Elfe mit einem Blumenkranz im Haar und einem Bett aus Moos. Sie flüstert mir immerzu Geschichten ins Ohr und lebt in einer eigenen, gehimnisvollen Welt.

Henni ist eine 40 cm große Waldorfpuppe mit Kleidern aus Baumwolle und einer Strickjacke aus Schurwolle. Ihre Büchertasche ist aus Pflanzengefärbtem Wollfilz mit einem Knopf vom Flohmarkt. Ihr Körper ist mit duftender Schafwolle gestopft und kann so die Wärme und den Geruch ihrer Puppenmutter annehmen. Wie alle Zauberflink-Puppen ist sie nach Waldorf-Art aus Naturmaterialien von Hand genäht.

puppenkleidung waldorf

Henni zieht nun zu einem  kleinen Mädchen, dass auf dem Land zwischen Kühen und Schafen, Storchen und Schwalben wohnt. Sie wird dort ihre Geschichten flüstern, wenn draußen der Schnee ums Haus sausst und das Feuer im Ofen knistert. Im Frühling wird sie unter den blühenden Apfelbäumen sitzen und im Efeu klettern. Sie wird durch die offene Gartentür zum Bauern gehen, um Milch und Eier  zu holen, im Garten buddeln, die Hummeln beobachten und die Fliegen auf ihrem Erdbeerkuchen. Und im Sommer wird sie mit ihrer dann schon ganz vertrauten kleinen Freundin über die Nordsee fahren zu ihrer Oma nach Helgoland. 

Und die beiden - Puppe und Kind - werden gemeinsam wachsen, die Welt entdecken und sich verwandeln. Sie werden Elfen und Ritter, Feuerwehrfrauen und Busfahrerinnen sein.

So geht es doch in jedem Haus mit Kindern, oder? Hier kann man sich jdenfalls nie sicher sein, mit wem man es zu tun bekommt! Heute morgen, als ich unter der Dusche stand, kam ein Gepenst herrein (diesmal nicht Pipi, kein Pinguin, nicht die Katze, nicht Maria, kein Sankt Michael, auch kein Drache - um nur mal einige der üblichen Besucher zu nennen...) und erklärte, es sei ein Freund vom Versteck-Kobold. Habt ihr auch so einen? Unserer wohnt in der kleinen Kammer, denn er mag die kruschteligen, nicht aufgeräumten Ecken ganz besonders. Wenn etwas nicht zu finden ist, bei uns, hat es sich wahrscheinlich der Versteck-Kobold geschnappt. 

Dann hilft nur Aufräumen - das mag er nicht, besonders; nicht in der Kammer! Aber einige Dinge bleiben trotzdem verschwunden. So z.B. unsere rote Haarbürste mit weißen Punkten. Überhaupt mag unser Kobold Bürsten besonders gerne. Aber er versteckt auch mal Mützen, Handschuhe, Handys oder Bastelscheren. 


I've told you a little about Henni already. She loves telling stories and owns a little golden book in which she collects her treasures - leafs, feathers, glittering paper scraps and pictures she draws of birds and stars, rainbows and snow. Sometimes she turns into 'Esme' - the fairy of the forest with a flower wreath and a bed of moss. 

Henni is a 40 cm waldorf doll. Like all zauberflink dolls she is made of natural materials and stuffed with pure sheep wool. She is sweet with the smell of it and will absorb and hold the warmth of the little girl who becomes her mother. They - doll and child - will grow together and will discover the world while turning into many characters like fairys, knights and firemen. 

That's what happens with children in the house isn't it - a constant metamorphose. This morning while taking a shower I was visited by a ghost (not a penguin, a cat, a dragon, Pipi Longstocking, Mary, St Michael or any of the usual visitors). The ghost explained to be a friend of 'hiding goblin'. Have you got a hiding goblin in your house, too? Ours lives in the messy and untidy spots like our the small room where we keep our coats and shoes. If something is lost it has been most likely taken by the goblin. To tidy up helps keeping him at bay. But some things never turn up again like our red hair brush with white polka dotts. Somehow he really likes hair brushes - and hats, mittens, mobile phones and scissors.

Take care!
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3. Dezember 2014


After two 'cuddly' nights with my girls, my head feels empty but my heart full to its brim.
How blessed I am! And how tired.

I've finished the baby cardigan and I'm pleased with the result and with not having to close any seems. I think I'll knit a lot of raglan pattern from now on. The cardigan is generous in size for my four month old but she is growing so quickly. I've casted on some simple baby mittens to go with it.

The pattern for the cardigan is my own - freestyle. I made a wider neck opening to make room for baby's double chin. The cute mittens I found on purlbee and the wool for both is a lovely mellow organic wool in softly mottled colours called Semilla by BC Garn (a Danish company). I used a dusty lavender.

Babyjacke Strickmuster
Babyjacke Strickmuster
Babyjacke Strickmuster

Yesterday, the big girl asked for goldpaper. She suggested making some stars for decorating our windows. We set to work. And she got very quickly frustrated with the fiddly folds and thick layers that are hard to cut. She decided against the stars and made a bird with golden droppings (!) instead and became calm, determined and happy. 

I've been learning to let go of plans and go with the flow of things. I had to hold back again yesterday with 'helping' and 'explaining' as she was voicing her frustration. It wasn't easy to just let her do and keep quiet. Why ?

Our children are competent people and very resourceful aren't they? They will ask for help if they wish. Shouldn't we sit back more often - just looking on kindly and lovingly?

Why are we often so eager to teach 'doing things the right way'? 

While baking Christmas cookies do you let them roll the dough and use their cookie cutters freely? It's uneven. But does it matter? And my daughter starts cutting right in the centre and then continues all over the place (not 'nicely side by side'). And then she pauses and observes. She realizes there is a lot of uncut dough between the shapes. And she chooses a small cutter and puts it in all those tiny but still available spaces.

Isn't that a very smart and fun method? 
Having a baby to tend to makes it easier (or even necessary) to just relax, sit back and let her do. And I marvel every single day at how self-sufficient my four year old daughter is! How creative in her problem solving. How resourceful and strong.
That way she is allowed to make her own experiences. She experiences how sometimes things don't work out as planned. And how to find your very own way of solving it. And she feels the joy that comes from being able to create a new solution. 

We are both learning constantly.
I've started 'All that is' by James Salter and I'm drawn straight in but can't tell you more as I've just read about 20 pages. 

Take care!

Nach zwei Tagen zwei relativ 'kuscheligen' Nächten mit den Mädels ist mein Kopf leer aber mein Herz voll. Wie gesegnet ich bin. Und wie müde.

Ich habe die Raglanjacke fertig und bin sehr glücklich damit. Stricken ohne Zusammennähen - fein, fein! Mach ich bestimmt wieder! Das Strickmuster habe ich frei drauflos entworfen (mit Zusatzplatz am Hals für das Babyspeck-Doppelkin). Die nimmermüde Eliza hat ein feines Video gemacht, dass Grundsätzliches erklärt. Dazu - und den neuerdings auf Null gehenden Temperaturen angemessen - habe ich noch ein Paar einfacher Babyfäustlinge angeschlagen. Die Kleene will nämlich ihre Hände partout nicht unter der Decke lassen. Die gehören eben nun immerzu angeschaut oder bemündelt.

Die Wolle ist ein meliertes und wunderweiches Biogarn mit Namen 'Semilla' von BC Garn. Ich liebe dieses staubige, sanfte Lavendel.

Gestern wollte die große Tochter mit Goldpapier basteln. Sie hat Sterne fürs Fenster vorgeschlagen. Aber sie war schnell frustriert vom Falten und dem Schneiden durch mehrere Schichten. Also beschloss sie lieber einen Vogel mit goldenem Vogeldreck (!) zu machen. Und dabei wurde sie ganz ruhig, konzentriert und glücklich.

Ich musste mich zunächst zurückhalten, ihr keine 'guten Ratschläge' bezüglich der Sterne zu geben und sie ihre Erfahrung selbst machen zu lassen. Es fällt mir nicht immer leicht. Warum?

Warum ist es manchmal so schwer, nicht einzugreifen, nicht zu erklären und nicht zu 'helfen'?
Unsere Kinder sind doch kompetente und einfallsreiche Wesen. Sie werden um Hilfe bitten, wenn sie diese benötigen. Sollten wir uns nicht viel häufiger einfach zurücklehnen und liebevoll zuschauen?

Lasst ihr sie beim Keksebacken den Teig selbst ausrollen und einfach ausstechen, wie sie wollen? Ich musste mich anfänglich fast dazu zwingen. Der Teig ist nicht gleichmäßig dünn. Na und? Und meine Tochter beginnt in der Mitte und sticht genüsslich kreuz und quer die Kekse aus. Dann betrachtet sie ihr Werk. Sie überlegt und sieht die freien Flächen dazwischen. Da nimmt sie einen ganz kleinen Ausstecher und füllt die Lücken.

Ist das nicht eine tolle Methode?

Sie soll ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen. Sie soll selbst erfahren dürfen, wie etwas auch mal nicht funktioniert. Und das es nicht schlimm ist. Und dass man dann andere Wege finden kann. Und wie groß die Freude ist, diesen neuen und erfolgreichen Weg selbst gefunden zu haben!

Wir lernen beide viel.
Ich habe 'All that is' von James Salter begonnen und bin bereits von Geschichte und Charakteren gefangen. Doch mehr lässt sich nach knapp 20 Seiten wahrlich nicht sagen.

Herzlichst, eure Lena
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2. Dezember 2014

Kleines Puppenmädchen Aruna


Aruna ist Blaikkas kleine Freundin. Mit 30 cm Körperlänge ist sie eine von den kleinen Zauberflink-Puppen. Ihr gehören die Kleider in zarten Blau-, Grau- und Lilatönen. Noch sitzen sie hier und erzählen sich Geschichten. Aber bald gehen sie auf die Reise zu ihren neuen Puppeneltern. Und ich träume davon, wie sie von warmen Kinderarmen ganz fest gehalten werden, wie Weihnachtsaugen sie anstrahlen, wie sie einen neuen Namen bekommen. Und davon, wie sie ein liebevolles Werkzeug werden zum Weltentdecken und Erlebnis vertiefen.

Aruna und Blaikka sind Stoffpuppen aus Naturmaterialien nach Waldorfart. Waldorfpuppen sind mit reiner Schafwolle gefüllt und nehmen so die Körperwärme und den Geruch der Kinder an. Sie sind weich und duftend und doch so fest gestopft, dass sie sich leicht an- und ausziehen lassen. Die Kleider meiner Waldorfpuppen nähe und stricke ich aus Baumwolle, Seide, Leinen und Schurwolle. Die Puppenhaare sind aus Mohairgarn gearbeitet und lassen sich gut zu unterschiedlichen Frisuren gestalten. 

This is Aruna, Blaikka's little friend in her new clothes. They will leave me soon and I'm dreaming of loving hands holding them and sparkling eyes while unwrapping them.


Nun beginnt die Zeit der Besinnung und des Innehaltens, eine Zeit in der Altes sich neigt und Neues beginnt; Und die schließlich mit der Wintersonnenwende und den Raunächten in ein neues Jahr hinüber führt. Ich bemerke an mir und dem Tigerkind diese adventliche Bereitschaft zur Rückschau und das gleichzeitige Hinlauschen auf Zukünftiges. Ramona hat eine Meditation für diese Zeit vorgeschlagen.

waldorfpuppen zauberflink

Wir waren am Wochenende an der Reihe mit dem Reinigen der Kindergartenräume. Nach dem Adventsfrühstück sind wir losgezogen. Putzen am ersten Advent? Das anfängliche Wat-mut-dat-mutt Gefühl verändert sich bereits beim öffnen der Tür. Der erste Frost erfrischte uns auf dem Spaziergang durch die ruhigen Straßen. Und dann entdeckten wir den Kindergarten schon festlich geschmückt - Tannenduft, Adventskranz, Sternenhimmel, Maria und Josef bereits auf dem langen Weg zum Stall, indem das Öxlein wartet. Wie haben da unsere Augen geleuchtet! Und während ich saugte und wischte baute das Tigerkind in aller Ruhe eine ganz dunkle Höhle mit Tunneleingang. Was für eine Freude zu sehen, wie vertraut ihr hier alles ist. Und was für eine Freude zu spüren, wie alles hier gehegt und liebevoll gepflegt wird.
Da dachte ich an Linda Thomas die ein interessantes Buch über die positiven Kräfte des Reinmachens geschrieben hat. Ein Gespräch mit ihr zu diesem Thema findet sich unter anderem hier. Wie gut es tut, diese Pflege der Räume und Dinge zu lernen und zu wissen, dass alles seinen Platz hat, erlebe ich auch allabendlich beim Aufräumen mit dem Kind. Freilich gibt es hin und wieder Anlaufschwierigkeiten, aber wenn ich mit einer positiven 'pflegerischen' Haltung vorangehen kann, folgt sie mir bald nach und faltet mit Hingabe Spieltücher und achtet genau darauf, dass alles seinen angestammten Platz findet.

Wenn es doch immer so leicht von der Hand und vom Herzen ginge, das Reinigen und Pflegen.
Ich wünsche euch eine besinnliche erste Adventswoche!
Herzlichst, Lena

waldorfpuppen, waldorfpuppe

waldorfpuppen, waldorfpuppe

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29. November 2014

Hinter dem Nebel

Der Nebel wird lichter und enthüllt eisig strahlendes Blau. Die letzten Bäume entblößen sich und lassen es golden regnen. Wir sammeln Farbe und Licht, Düfte und Lieder, Geschichten und Bilder für die kalten dunklen Tage. Wie Frederick die Maus sammeln wir alles ein, was uns die letzten Herbsttage noch schenken mögen. So entfalten sich aus schwierigen Umständen (zwei Kinder krank zu Hause) magische Tage, die uns verbinden in Glücksmomenten.
The mist dwindles and unveils splendorous icy blue. The last trees are baring their crowns - a golden rain. We are collecting colours and light, fragrances and songs, stories and images for the cold and dark days to come. Like Frederick the mouse we harvest everything these last days of autumn are giving us. Out of a difficult situation (two sick children at home) a magical day emerges that connects us in joy and happiness.

25. November 2014

Waldorfpuppe Blaikka

Nun fühle ich den Winter kommen. Nebel umhüllt uns, der Regen prasselt an die Fensterscheiben. Beide Kinder sind erkältet und alle sind etwas matt. Wir machen das Beste daraus und basteln Ballonlaternen (Transparentpapierschnipsel in selbstgekochten Mehlkleister getaucht und auf Luftballons geklebt), lesen Pipi Langstrumpf und backen Kekse.

I feel the season changing. We are enfolded in mist and rain. Both children are at home with colds. But we try to make the best of it - baking, reading Pipi Longstocking, crafting. This confinement is actually good for us. I told you about my slowing down already. And with all Christmas dolls finished I get a bit of peace and quiet for reading, knitting, cuddling the children and the like.


Im Grunde tut diese 'Zwangspause' gut. Die Weihnachtspuppen sind fertig und zwinkern mir zu. Es ist schön, sie noch ein wenig bei mir zu haben und dazu in so einer ungewöhnlich zahlreichen Gruppe. Eine von ihnen ist Blaikka. Sie hat sanfte braune Augen und ist so hell und durchsichtig wie eine Elfe. Ihr Name bedeutet auf isländisch 'falb-farben'. Zum Karokleid mit Spitze trägt sie ein einfaches Strick-Cape und am liebsten eine Feder im Haar. Sie ist eine nach Waldorf-Art gefertigte Stoffpuppe. Die warme Schafwolle, mit der sie gefüllt ist, duftet herrlich und ihr flauschiges Mohair-Haar wartet nur darauf, bald von Kinderhänden immer wieder neu geflochten zu werden.
Blaikka is a 40 cm Waldorf doll with long fluffy hair and a fair complexion. She has an ethereous aura. Her name is islandic for dun-coloured. I love having all those dolls around me for a little while longer. They wink and smile at me and it is rewarding and heart warming to have them finished and keeping me company in such an uncommonly large and generous group.


Nun  soll es bis Weihnachten ruhig hier gehen - ein Moment nach dem anderen leben, ohne große Pläne aber mit viel Zeit füreinander. Auch mit der großen Tochter wieder solo unterwegs zu sein  (in den nun längeren Stillpausen) gefällt mir. Gestern sind wir - in Anlehnung an die guten Erfahrungen anlässlich der Mut-Buch-Ideen - im Dunkeln gemeinsam hinaus gegangen und waren zum ersten Mal auf der großen Kletterspinne ganz ganz oben. 'Von hier kann man ja den ganzen Planeten sehen' rief sie mit leuchten Augen und dem eisigen Wind im Gesicht. So schön, dass zu sehen!


The breaks between feeds for the baby are becoming longer these days. So I get more time and opportunity to have some moments solely for my big tiger-girl. We went out in the dark yesterday to do some climbing. And we went up the highest climbing frame to the very top. She beamed with glittering eyes: 'I can see the whole planet from up here!' I felt so happy seeing her like that - grown up and courageous!

Herzlichst, Eure Lena

18. November 2014

Slow Knitting - Slow Living

It has been quiet around here. Life seems more important than writing. I marvel how quickly the baby is growing. There is something new almost hourly - she is discovering her feet, her tongue, new sounds, the ability of grasping and moving things. She is still in this very precious age where everything is blissful present.

She is such a happy baby - waking up with a smile, blowing bubbles and beaming at everyone and everything. I don't want to miss a second of this. With the second child you know it will pass too quickly. I savour every moment, every feed, every smile.
And a lot of house work and doll-sewing remains undone. Even when she sleeps I just want to sit close by, watching. Knitting is a good thing. I can occupy my hands a little without disappearing in work or behind the sewing machine. I also finally made a little flower-crown and a bag for Henni.

I feel the time whooshing by. People are getting more hectic in preparation for Christmas. There is hustle and bustle everywhere. How come this time for reflection becomes so terribly busy every year? Do you feel it too? How do you respond? I tried to slow down - more knitting, reading, cuddling, floating through the day without a definite plan or time frame.
I got a book about courage in children from a friend and it has been an interesting read. Two pieces of advice stuck with me:
1. Try something new and leave your comfort zone every day
2. Make unlimited room and time in nature for the children to play
I've done the fist by starting a bottom up raglan cardigan for baby - I did quite a lot of frogging and calculating but it seems to come along nicely (maybe I should make a hat and tiny mittens to go with it?) And I've tried the second on Sunday afternoon. It was dark and rainy but we went to the park and I found a little dry spot to park the pram and myself. And the big girl played in the mud and puddles and wet leafs for almost two hours. I challenged myself by not commenting and not forbidding anything - she climbed very high, rolled in the leaves, got very dirty and wet - and extremely happy.
What are your challenges these days?

Es ist still hier gewesen - das Leben lässt kaum Platz fürs Schreiben. Ich will keine Sekunde dieser besonderen Wonne-Zeit des Babys verpassen. Jeden Tag gibt es Neues zu bestaunen. Und dabei bleibt dann die Haus- und Näharbeit liegen. Stricken geht noch ganz gut, da bin ich nicht so weit weg in der Arbeit versteckt und nicht hinter der Maschine.

Ich lese ein Buch über Kindermut. Zwei Ideen daraus haben sich in mir festgesetzt:
1. Häufiger etwas Neues ausprobieren und die eigene Komfort-Zone verlassen und
2. Den Kindern räumlich und zeitlich unbegrenztes Spiel in der Natur ermöglichen
Deshalb stricke ich jetzt zum ersten Mal eine Raglan-Jacke - und ich habe schon ordentlich aufgerippelt und rumgerechnet, aber es macht sich langsam - und war mit dem großen Tigermädchen stundenlang in Regen und Wind unterwegs bis sie glücklich und matschig und nass wieder nach Hause wollte.

Herzlichst, Lena

Linking with Nicole and Ginny